Entstehung

Seit 1956 besteht beim Eingang zum Natur- & Tierpark Goldau das nebst Plurs - am italienischen Teil der Malojastrasse gelegen - einzige Bergsturzmuseum in Europa. Es dokumentiert mit verschiedensten Exponaten eine der grössten Naturkatastrophen der Neuzeit in der Schweiz.

Im Jahre 1956 errichtete der initiative Goldauer Bahnhofbuffet-Wirt Edwin Simon in einer selbst finanzierten Militärbaracke, die er neben den Tierparkeingang stellen liess, eine Ausstellung der Fundgegenstände aus dem 150 Jahre zuvor verschütteten Dorf Goldau.

1965 wurde eine Stiftung gegründet, welche im folgenden Jahr einen Museumsneubau eröffnete, um dem Publikum die Dokumente der Katastrophe zu präsentieren.

Die bestehende Sammlung wird seither laufend erweitert. 1994 wurde das Museumsinnere umgestaltet, um das restaurierte Messgewand, welches die Katastrophe vollkommen unbeschadet überlebte, sowie das grosse Ölgemälde von David Alois Schmid - Goldau vor dem Bergsturz darstellend -, das bis zur Renovation der Pfarrkirche unter der Empore derselben hing, besser zu präsentieren. Kürzlich wurden plakatgrosse und drehbare Schautafeln angebracht, welche die Entwicklung Neu-Goldaus besser dokumentieren. So sind zum Beispiel sämtliche Baudaten der Häuser zwischen 1806 und 1934 aufgelistet. Auch die geologischen Erklärungen sind verbessert worden.

Ein spontaner Besuch lohnt sich, noch mehr ein vorbereiteter. Auf Anfrage hin kann eine Führung vereinbart werden, welche nach einer Umschau im kleinen Museum etwa eine halbe Stunde dauert.

Ideal ist ein Besuch, der mit einem Abstecher in den nahen Tierpark oder mit einer Wanderung ins Rossberggebiet oder in den Sägel kombiniert ist, wo die Trümmer des Bergsturzes hautnah erlebt werden können. Das Museum eignet sich auch als kultureller Rahmen von Klassenzusammenkünften oder anderen ähnlichen Treffen.